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Großflächige Verteilung und Landnutzung

 

 

In einer Vorstudie im Jahre 2010 wurde die Zeckendichte in verschiedenen Wäldern im Oberrheingraben nördlich von Karlsruhe  untersucht. Dafür wurden fünf Waldhabitate ausgesucht -  vom rheingelegenen Auwald, über den Hardtwald, bis hin zum Grabenrand auf dem Michaelsberg.  An jedem Standort wurden von April bis September alle zwei Wochen Zecken geflaggt. Sowohl die Zeckendichte, als auch die Gesamtzahl der an einem Standort gefundenen Zecken schwankte enorm, mit über 2000 Zecken im Auwald und nur 350 Zecken im Hardtwald. Wie es zu solchen Unterschieden kommt wollen wir nun auch auf weiträumiger Basis für Baden-Württemberg untersuchen.

Dafür sammeln wir an 20 für Baden-Württemberg charakteristischen Habitaten, die sich in Höhenlage, Vegetation, Bodenbeschaffenheit etc. unterscheiden, monatlich Zecken von der Vegetation. Dadurch erhalten wir Daten zur Abundanz, Populationsdichte und -dynamik von Zecken. Außerdem ist es uns möglich die Variabilität zwischen und innerhalb von Jahren zu untersuchen.

Die Daten der Zeckenabundanz werden anschließend mit den jeweiligen Landschaftsmustern und dem lokalen Klima verknüpft, um die Lebensräume, die für Zecken besonders günstig erscheinen, zu erfassen.

 

 

 

 

Zeckensammeln (Flaggen) von der Vegetation (Bild: Lena Kratzer)