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Klimadaten

Mikroklimastation
Eine unserer Mikroklimastationen - die Daten werden gerade ausgelesen (Bild: Denise Böhnke)
Es wurde in früheren Forschungsarbeiten herausgefunden, dass Temperatur, relative Luftfeuchte bzw. das Sättigungsdefizit einen großen Einfluss darauf haben, wie aktiv die Zecke sein kann und wie lange sie überlebt. Denn bei geringer relativer Luftfeuchte bzw. hohem Sättigungsdefizit der Luft gegenüber Wasser droht die Zecke schnell zu vertrocknen.

Aufgrund dieses  Vorwissens wurden an insgesamt 20 verschiedenen Stellen in Baden-Württemberg, überwiegend Wälder, Messstationen eingerichtet, die die relevantesten meteorologischen und bodenphysikalischen Kennwerte aufzeichnen. Diese zeichnen alle 10 Minuten einen Mittelwert über die Lufttemperatur, die Luftfeuchte,  Bodentemperatur und Bodenfeuchte auf und bilden so die Bedingungen dieses Lebensraumes für die Zecke direkt ab.

Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes können die Untersuchung erweitern, doch in diesem Stadium nicht ersetzen. Denn die offiziellen Wetterdaten können die für die Zecken relevanten Bedingungen nur unzureichend wiedergeben, da sie darauf ausgerichtet sind großräumigere Wettergeschehnisse abzubilden. 

Mit unseren Klimadaten, welche das Waldklima direkt abbilden, werden daher genauere Aussagen über die Lebensraumansprüche der Zecke möglich, als das bisher mit normalen Wetterdaten der Fall war.