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Zoologisches Institut, Abteilung Ökologie und Parasitologie, Karlsruher Institut für Technologie

Ixodes ricinus
Weibchen von Ixodes ricinus (Bild: Holger Krisp, Ulm)

Dr. Trevor Petney, Dr. Miriam Pfäffle, Dipl. Biol. Nina Littwin

 

Die Schwerpunkte unserer Abteilung liegen zum einen in der Ökologie von Zecken und zum anderen in der Biologischen Globalisierung und deren Einfluss auf Ökosysteme . Zecken sind die wichtigsten Überträger von Krankheiten auf Menschen und Tiere in Europa. Die Verbreitung und Dichte der Populationen einiger medizinisch und ökonomisch wichtigen Zeckenarten scheinen in Mitteleuropa zuzunehmen. Die Gründe des Wandels werden kontrovers diskutiert und beruhen unter anderem auf Faktoren wie Klimawandel, geänderter Landschaftsnutzung bzw. menschlichen Verhaltensänderungen.

Ein wichtiger Aspekt der Globalisierung besteht darin, dass viele Arten neue Kontinente besiedeln, was zu bedeutenden Änderungen in der Dynamik von Ökosystemen führt. Etwa 50 % aller Tierarten führen eine parasitische Lebensweise und unter den Nicht-Parasiten gibt es viele, die den Parasiten als Zwischenwirte oder Vektoren dienen. Es verwundert daher nicht, dass sich unter den Tierarten, die anthropogen bedingt ihre Verbreitungsgebiete in großem Umfang ausdehnen konnten, viele Parasiten befinden. Um Produktions- oder Schutzstrategien zu entwickeln bzw. zu verbessern, ist es daher wichtig die Auswirkung von Parasiten und Pathogenen auf ihre Wirte zu verstehen und wie sich die Interaktionen durch die Globalisierung ändern.

 

 

 


Unsere Abteilung arbeitet an folgenden Themen:

- Ökologie von Zecken, ihren Wirten und zeckenübertragenen Krankheitserregern
- Verhaltensökologie und Wirt-Parasit-Beziehungen
- Populations- und Synökologie von Parasiten
- Biologische Globalisierung
- Biodiversität
- Acantocephala
- Aquatische Parasitologie und Ökologie